Geschichtliche Tour am 11.8.2018: Seele der AEG - Peter Behrens

200 Jahre Berliner Sparkasse - Wir sind dabei

Liebe Geldanleger, Kreditnehmer und Bus-interessierte Leser!

Vor 50 Jahren sah so unser Schaffner-Autobus 1629 vom Typ Büssing D2U aus. Insgesamt rollten zeitgleich 22 Doppeldecker mit dieser Werbung - natürlich ohne das 200-Jahre-Logo - durch West-Berlin. Auch wenn heute sicher jeder in Berlin die BVG-Busse mit aktueller Sparkassen-Werbung kennt, so war die Werbung, wie sie 1629 jetzt zeigt, die mit der größten Wagenanzahl, die die Sparkasse jemals zeitgleich "belegt" hat.

Einem Zufall ist es geschuldet, dass 1629 diese Werbung erhielt. Wir hatten dies zwar in Erwägung gezogen, aber die fruchtbringenden Kontakte fehlten. Erst die Mietanfrage eines ehemaligen Sparkassen-Mitarbeiters brachte sehr schnell und absolut unkompliziert die Verbindung zur Marketing-Abteilung der Berliner Sparkasse und führte zu dem Ergebnis, das Sie nun sehen. Unser D2U wird seinen kleinen Beitrag zu den Jubiläums-Festivitäten leisten, danach die untere Heckbeklebung verlieren und dann so aussehen, wie er von 1965 bis 1970 auf den Straßen unterwegs war.

Und nun ein kleiner Blick zurück auf die Werbeaktivitäten der Berliner Sparkasse auf BVG-Bussen:

Es begann im Januar 1963 mit 12 Doppeldeckern und den Schriftzügen "Geldanlagen" und "Kredite". Ab April 1965 kam dann der vielen sicher sehr bekannte Slogan "Wenn´s um Geld geht..." auf die Busse. Wagen 1629 war der dritte dieser Art.

Ab Dezember 1972 folgten lediglich 3 Wagen mit der total modernisierten Sparkassen-Bandwerbung in rot. Im Oktober 1974 war dann erst einmal für etliche Jahre Schluss mit Werbung. Ab 10.1979 gab die Sparkasse dann wieder Geld für Busaußenwerbung aus und zwar seit diesem Zeitpunkt nur noch für Pop-Busse. (So hieß das damals...) 4 SDs rollten mit Werbung für Geldautomaten und ein kostenloses Girokonto durch die Stadt - eine Innovation, die damals scheinbar unbedingt beworben werden musste. Zeitgleich kamen 4 DEs mit "PS-Sparen", die bis zu Ihrer jeweiligen Ausmusterung die Werbung behielten. Die Geldautomaten-Busse hingegen verschwanden im April 1982 und wurden durch "Knax" ersetzt. Im September bzw. Oktober 1987 waren die Sparkassen-Busse aus dem Stadtbild verschwunden. Alle diese Werbungen waren gemalt.

Erst im Herbst 1998 besann man sich wieder der BVG-Busse als Werbeträger und ließ seitdem in zig Varianten Wagen im typischen Sparkassen-rot durch Berlin rollen, nun aber i.d.R. als geklebte Werbung. Aus der Art schlagen die derzeit zum 200sten Jubiläum beschrifteten Busse im Grundton hellblau. Wir freuen uns über 1629 mit "neuer" Sparkassen-Werbung, die dem Wagen sehr gut steht und ihn z.B. ins Jahr 1968 zurück versetzt - vor 50 Jahren... Der Berliner Sparkasse wünschen wir für die Zukunft viele erfolgreiche Geschäftsjahre, eingebettet in eine stabile Geldpolitik. Möge die Sparkasse der Buswerbung treu bleiben!

Text: Stefan Freytag

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zuletzt aktualisiert 12.7.2018