Wagen 2626

Der nagelneue Wagen 2626 (SD 74) wartet im Februar 1975 auf die Auslieferung bei MAN an der Nonnendammallee. Foto: Harald Kunkel
Der nagelneue Wagen 2626 (SD 74) wartet im Februar 1975 auf die Auslieferung bei MAN an der Nonnendammallee. Foto: Harald Kunkel
Wagen 2626 (MAN SD 74)
Am Friedrich-Wilhelm-Platz hat 2626 eine der bekanntesten Endstellen erreicht, die ein Zehlendorfer Bus ansteuerte.
Mit Werbung für die Freie Volksbühne kam Wagen 2626 am 10.9.1977 daher.
Mit Werbung für die Freie Volksbühne kam Wagen 2626 am 10.9.1977 daher.
Bernhard Hoff lichtete den Bus dazu auf dem Hof Zehlendorf ab.
Bernhard Hoff lichtete den Bus dazu auf dem Hof Zehlendorf ab.
An einem nassen Sommertag wurde 2626 auf der Linie 18 angetroffen.
An einem nassen Sommertag wurde 2626 auf der Linie 18 angetroffen.
Mario Lange fotografierte 2626 im aktuellen Zustand am 01. Oktober 1999 auf unserem damaligen Betriebshof Charlottenburg.
Mario Lange fotografierte 2626 im Zustand, in dem er aus der BVG-Sammlung übernommen wurde, am 01. Oktober 1999 auf unserem damaligen Betriebshof Charlottenburg.
Wagen 2626 (MAN SD 74)
Tobias Domann lichtete den Bus während der Traditionsfahrt 2013 ab, nachdem der Bus kurz zuvor seine Werbung verloren hatte.

MAN SD 74

Wagen 2626 ist der nummernmäßig erste SD 200, der für den Fahrgastverkehr in Betrieb genommen wurde, sieht man einmal von den beiden Prototypen 2514 und 2515 (SD 73) ab. Die Wagen 2623, 2624, 2625 und 2627 sind ohne Fahrgastbestuhlung ausgeliefert worden und erhielten Einbauten, die sie für ihren Einsatz als »Arbeitskräftewerbebusse« benötigten. Als solche waren sie paarweise (2623 mit 2627 sowie 2624 mit 2625) im ehemaligen West-Deutschland unterwegs, um für freie Arbeitsplätze in West-Berlin zu werben, wobei jeweils ein Bus als Kino-Saal diente (2624 und 2627) und der jeweils andere (2623 und 2625) als Info-Mobil mit Sitzgelegenheiten für Informationsgespräche.

2626 wurde am 30. Mai 1975 erstmals für den Straßenverkehr zugelassen und kam zunächst vom Hof Cicerostraße aus in den Liniendienst. Um die am 30. November 1984 erfolgte Stilllegung problemlos zu erreichen, wurde der Bus am 4. Januar 1982 der GR (Generalreparatur) zugeführt, bei der alle vorhandenen Schäden und Verschleißerscheinungen instand gesetzt wurden, ferner wurden auch Achsen, Motor und Getriebe ertüchtigt. Anschließend wurde er wieder dem Betriebshof Zehlendorf übergeben, wo 2626 seit dem Frühjahr 1976 stationiert war.

Ab dem Abstelldatum bis zum 30. April 1985 erfolgte eine gründliche Sanierung und es folgte die Einreihung in den Museumsbestand der BVG auf dem Betriebshof Britz. Als diese Sammlung 1993 aufgelöst werden sollte, bewarben wir uns um den Erwerb der Museumsbusse 237 (Büssing E2U 62S), 1126 (Büssing D2U 56), 1629 (Büssing D2U 64), 1658 (Büssing DF 64) und 2626 (MAN SD 74) und erhielten auch den Zuschlag. Alle anderen Fahrzeuge kamen in das damalige Museum für Verkehr und Technik, heute Deutsches Technik-Museum.

2626 repräsentiert in unserer Sammlung die nur 46 bei Gaubschat gefertigten SD 200 und ist seit 2004 als Kraftomnibus zugelassen. Auch auf der Linie 218 ist er ein häufiger Gast. Im Sommer 2013 wurde die Möbel-Hübner-Werbung vorübergehend gelöscht, um eine Lacksanierung durchführen zu können. Die Reklame wird nach deren Abschluss wieder aufgetragen.

Text: Björn Draegert