Wagen 2329

Wagen 2329 (Büssing DE 71)
Wagen 2329
Wagen 2329 (Büssing DE 71)
Wagen 2329
Wagen 2329 (Büssing DE 71)
Im Sommer 1984, also nur wenige Monate vor der Abstellung, entstand dieses Foto von 2329 am Roseneck.
Wagen 2329 (Büssing DE 71)
Wagen 2329
Wagen 2329 (Büssing DE 71)
Wagen 2329
Wagen 2329 (Büssing DE 71)
Wagen 2329
Wagen 2329 (Büssing DE 71)
Wagen 2329

Büssing DE 71

Der bei der Firma Gaubschat in Berlin-Neukölln aufgebaute und am 28. Januar 1972 erstmals amtlich zugelassene Wagen 2329 stammt aus dem ersten Lieferlos der Serie DE 71, welches die Wagen 2304 bis 2330 umfasste.

Von der Indienststellung bis zum Ende des Sommerfahrplans am 30. September 1980 blieb der Wagen auf dem Betriebshof Britz beheimatet und wurde anschließend bis zur Ausmusterung am 21. Dezember 1984 vom Betriebshof Cicerostraße aus eingesetzt. Die turnusmäßige Großreperatur war am 2. März 1977 beendet.

Zierte den Wagen zur Auslieferung an der Front unterhalb der Fahrerfenster noch das BVG-Wappen, so musste dieses – wie bei dem probeweise umgebauten Wagen 2336 (DE 72) – später anlässlich des Einbaus eines Bugheizschrankes der Firma Dreiha weichen. Äußeres Merkmal der so umgebauten Omnibusse war das von einem Gummikranz eingefasste Lüftungsgitter anstelle des Wappens.

Der Bus erhielt im Herbst 1972 nachträglich zwei Fahrscheinentwerter und wurde damals überwiegend auf der Linie 28 eingesetzt, wo diese neuartige Form der Fahrkartenentwertung getestet worden war. Da die Vandalismusschäden ab Mitte der siebziger Jahre zunahmen, versah man den Bus 1981/82 mit einer Spiegelkonstruktion zum Oberdeck, um diesen Bereich besser zu beobachten.

ohne Werbung 28.01.1972 – 13.04.1972
Formatic Möbel 14.04.1972 – 28.01.1977
ohne Werbung 29.01.1977 – 26.12.1977
Korvett Drogeriemarkt 27.12.1977 – 22.12.1981
Verbraucher Dienst Heckwerbung 29.01.1982 – 02.01.1983
Küchler H2 HiFi, Video, TV 13.04.1983 – 29.08.1984
BVG K8 Tag der offenen Tür Müllerstraße 31.08.1984 – 11.09.1984
Toyota Motor Company Heckwerbung 23.10.1984 – 21.12.1984

 

Bereits im Jahre 1985 wurde das Fahrzeug an die Firma »Phantasialand« in Brühl bei Köln verkauft. Ab 1987 diente der Wagen mit der Zulassung BM-SL 37 zusammen mit den Wagen 2100 und 2353 als Zubringerbus im Bereich Brühl/Köln und wurde ab 1991 als Werbebus für das Phantasialand eingesetzt. Bis um das Jahr 1999 war 2329 dort im Einsatz und wurde entsprechend gut instand gehalten, so dass er im August 2001 von Traditionsbus Berlin übernommen werden konnte. Aus eigener Kraft in Berlin angekommen, ist der Bus fahrfähig als Reservefahrzeug abgestellt worden.

Im Februar 2006 trafen wir die Entscheidung, den Wagen 2329 zur Traditionsfahrt im Mai 2006 wieder zuzulassen. Da die Werbung für das Phantasialand bereits vorher entfernt wurde und ein nun weißer Bus für eine derartige Veranstaltung nicht authentisch gewirkt hätte, wurde nun die Idee geboren, den Bus mit einer zeitgenössischen Totalwerbung zu versehen. Aufgrund der schon vorhandenen weißen Grundfarbe fiel die Wahl auf die Gestaltung des Busses mit einer Ganzwerbung für das »Schlüter Flammenbrot«, auch wenn 2329 Zeit seines BVG-Einsatzlebens nie mit einer Totalwerbung versehen war. Die Vorlage lieferte der Wagen 2241 vom Typ DE 70. Drei Wochen vor der geplanten Wiederzulassung des Busses wurde mit dem Bemalen des Fahrzeugs begonnen. Erst zwei Tage vor der Traditionsfahrt war der Wagen soweit fertig gestellt, dass eine Zulassung auf das Kennzeichen B-Z 2329 erfolgen konnte.

Mit der Einführung der Umweltzone in Berlin zum 1. Januar 2008 und den damit verbundenen Beschränkungen für das Befahren der Berliner Innenstadt für Fahrzeuge ohne ausreichende Abgasnorm, erfolgte im Frühjahr 2008 die Umzeichnung des Wagens 2329 auf ein historisches Kennzeichen (nunmehr B-Z 2329 H), da für Oldtimer derartige Beschränkungen nicht gelten. Da seit der Ausmusterung bei der BVG im Jahre 1984 keine wesentlichen Instandhaltungsmaßnahmen erfolgt sind, ist in Zukunft eine punktuelle Sanierung an allen Fenstern im Ober- und Unterdeck sowie des Laufgangs im Unterdeck geplant. Im Zuge dieser Arbeiten erfolgt auch die Neuverlegung des Fußbodens in der Laufwanne des Unterdecks.

Text: Christian Winck, Ralf Ziegenhirt