Wagen 2626

Wagen 2626 (SD 74) 1975 vor der Auslieferung beim Hersteller Gaubschat
Wagen 2626 (SD 74)
Mario Lange fotografierte 2626 im aktuellen Zustand am 01. Oktober 1999 auf unserem ehemaligen Betriebshof Charlottenburg

MAN SD 74

Wagen 2626 ist der nummernmäßig erste SD 200, der für den Fahrgastverkehr in Betrieb genommen wurde, sieht man einmal von den beiden Prototypen 2514 und 2515 (SD 73) ab. Die Wagen 2623, 2624, 2625 und 2627 sind ohne Fahrgastbestuhlung ausgeliefert worden und erhielten Einbauten, die sie für ihren Einsatz als »Arbeitskräftewerbebusse« benötigten. Als solche waren sie paarweise (2623 mit 2627 sowie 2624 mit 2625) im ehemaligen West-Deutschland unterwegs, um für freie Arbeitsplätze in West-Berlin zu werben, wobei jeweils ein Bus als Kino-Saal diente (2624 und 2627) und der jeweils andere (2623 und 2625) als Info-Mobil mit Sitzgelegenheiten für Informationsgespräche.

2626 wurde am 30. Mai 1975 erstmals für den Straßenverkehr zugelassen. Um die am 30. November 1984 erfolgte Stilllegung problemlos zu erreichen, wurde der Bus am 4. Januar 1982 der GR (Generalreparatur) zugeführt, bei der alle vorhandenen Schäden und Verschleißerscheinungen instand gesetzt wurden, ferner wurden auch Achsen, Motor und Getriebe ertüchtigt. Anschließend wurde er wieder dem Betriebshof Zehlendorf übergeben, wo 2626 während der kompletten Einsatzzeit bei der BVG stationiert war.

Ab dem Abstelldatum bis zum 30. April 1985 erfolgte eine gründliche Sanierung und es folgte die Einreihung in den Museumsbestand der BVG auf dem Betriebshof Britz. Als diese Sammlung 1993 aufgelöst werden sollte, bewarben wir uns um den Erwerb der Museumsbusse 237 (Büssing E2U 62S), 1126 (Büssing D2U 56), 1629 (Büssing D2U 64), 1658 (Büssing DF 64) und 2626 (MAN SD 74) und erhielten auch den Zuschlag. Alle anderen Fahrzeuge kamen in das damalige Museum für Verkehr und Technik, heute Deutsches Technik-Museum.
2626 repräsentiert in unserer Sammlung die nur 46 bei Gaubschat gefertigten SD 200.

Text: Björn Draegert