MAN EN 91 bei der BVG (MAN NL 202, Typ 895)
(Eindecker in Niederflurbauweise)

Es liegt ein Aufsatz zu folgenden EN 91 vor:
2271   2273   

Bereits ein Jahr nach Anschaffung der ersten Großserie von Niederflurfahrzeugen (MAN EN 90) wurden weitere Fahrzeuge der Hersteller Daimler-Benz (Wagennummern 2292 - 2344, BVG-Bezeichnung MB EN 91) und MAN (Wagennummern 2265 - 2291, BVG-Bezeichnung "MAN EN 91") angeschafft, wobei die MAN-Busse anfangs den Betriebshöfen Usedomer Straße (2265 - 2270 und 2277 - 2281), Müllerstraße (2271 - 2276), Helmholtzstraße (2282 - 2289) und Cicerostraße (2290 und 2291) zugewiesen wurden. Gegenüber der Vorserie unterscheiden sich diese Fahrzeuge im Innenraum lediglich durch nun an den Schalensitzen angebrachte Haltegriffe mit Plastikummantelung (vorher Metall). Weiterhin wurden die bei einigen Wagen der Vorserie bereits bei Lieferung vorhandenen Haltestellen-Innenanzeigen weggelassen, die später bei allen Wagen der Serie nachgerüstet wurden. Während die Wagen 2265 - 2276 analog der Vorserie mit einer einteiligen Frontscheibe und einer vergrößerten Wartungsklappe für das Elektrofach unter dem seitlichen Fahrerfenster versehen wurden, waren die restlichen Wagen mit einer geteilten Frontscheibe und kleiner Wartungsklappe ausgestattet.

Der Wagen 2276 wurde werksseitig statt mit den sonst üblichen elektrisch betriebenen Türen des Herstellers "Bode" mit Türen des Herstellers "Kiekert" versehen und der Wagen 2289 diente als Versuchsträger zum Einbau einer manuell zu betätigenden Klapprampe als Zustiegshilfe für Rollstuhlfahrer und wurde als erster BVG-Bus mit dieser Technik versehen.

Als erster MAN EN 91 schied der Wagen 2269 zustandsbedingt im Juni 2003 aus dem BVG-Bestand aus. Der Linieneinsatz von EN 91 bei der BVG endete im Dezember 2007 mit der Abstellung der Wagen 2268, 2277 und 2278. Als einziger Bus dieser Serie ist der Wagen 2273 nach seiner Ausmusterung von einem Subunternehmen der BVG übernommen worden und zunächst in Berlin verblieben, wo er zuerst auf BVG-Auftragsleistungen und mittlerweile im Schienenersatzverkehr zum Einsatz kommt.

Ebenso wie bei der Vorgängerserie MAN EN 90 ist mit Wagen 2271 ein Bus dieser Serie zum Fahrschulwagen umgerüstet worden. Der im Jahr 2005 umgebaute Bus kam somit bis zu seiner Abstellung im Jahr 2009 zwar nicht mehr in den Liniendienst, erreichte bei der BVG jedoch immerhin das stolze Alter von 18 Jahren Einsatzzeit. Im Mai 2010 wurde von der Arbeitsgemeinschaft Traditionsbus übernommen.

Text: C. Neuhaus,
Stand Juni 2010

MAN

Am Kurt-Schumacher-Platz wartet 2273 auf die Rückfahrt nach Tegel als U-Bahn-Ersatzverkehr. Die aufgebrachte Rainbow-Werbung, sollte vielen Firmen eine kleine Werbefläche ermöglichen.

Foto: U. Bergmann

MAN

Auch in der Heckansicht weist sich 2273 als Paradiesvogel aus.

Foto: U. Bergmann

MAN

Zu den Artgenossen mit geteilter Frontscheibe zählt 2287, der am 14. Juni 2005 bis zum mittäglichen Schülerverkehr am Nahmitzer Damm abgestellt ist.

Foto: U. Bergmann

zuletzt aktualisiert 30.9.11 | Ulf Bergmann