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Wagen 1658
Der Fahrgastfluss wird durch drei Türen, zwei Treppen und Mittelgänge in Ober- und Unterdeck erreicht: Hinten steigt man ein, geht an dem auf einem festen Sitz „thronenden“ Schaffner mit Zahltisch vorbei und gelangt entweder über die hintere Treppe nach oben oder unten durch den Mittelgang nach vorn. Zum Aussteigen benutzt man die vordere Treppe als Abgang zum Unterdeck und die beiden vorderen Türen. Offensichtlich konnte man sich Anfang der sechziger Jahre noch nicht ganz für den schaffnerlosen Betrieb bei Doppeldeckautobussen entscheiden. Der Schaffner rief die Haltestellen jetzt über Mikrofon aus, konnte die hintere Tür von seinem Platz aus bedienen und hatte zur Kontrolle über die Auslastung des Oberdecks eine Platte mit Lämpchen vor sich, die entsprechend erloschen, wenn die Plätze besetzt waren. Dieses Fahrzeug bietet die bisher höchste Stehplatzkapazität in einem BVG-Doppeldeckerbus von 28 Personen, da die hintere Treppe nicht auf der Plattform beginnt und die Plattform so für stehende Fahrgäste voll zur Verfügung steht. Im Oberdeck finden 43 Fahrgäste auf Zweierbänken und einer durchgängigen Rückbank einen Sitzplatz, im Unterdeck sind 23 Sitzplätze vorhanden. Der DF ist mit einem U7-Büssing-Motor mit 150 PS und einem Voith-Diwabus-Automatikgetriebe mit zwei Gängen (Anfahr- und Dauergang) ausgestattet, ist 10,70 m lang, 4,04 m hoch und hat ein Eigengewicht von 9,15 t. Das Fahrgeräusch und die hintere Ansicht ähnelt sehr dem DE 65, so hat 1658 auch schon die Klemme für die Plastikhecknummer im Fenster erhalten. Er erreicht nur eine Höchstgeschwindigkeit von 66 km/h, was für die Inselstadt Berlin völlig ausreichte. Die Wagen hatten aber keine große Leistung zu bieten: Ein vollbesetzter DF hatte schon bei kleinen Steigungen Anfahrschwierigkeiten (z.B. auf der Werbellinstraße in Neukölln), daher ist es auch vorgekommen, dass die Busse ohne Halt an solchen Stellen weitergefahren sind. Anfangs waren die DF sehr störanfällig: So waren 1967 mehrere Fahrzeuge mit ausgebauter Hinterachse vorübergehend abgestellt. Die Generalüberholung an 1658 wurde am 19. Oktober 1971 beendet. Im Jahre 1973 erhielt der Bus ein Funkgerät und die für den Funkbetrieb erforderliche typische Bügelantenne an der Front. Stationiert war 1658 bis zu seiner Ausmusterung nach über 12 Jahren Dienstzeit am 6. März 1978 auf dem Betriebshof Britz und gelangte hier hauptsächlich auf den Linien 4, 28, 48, 67, 73, 75, 77, 81 und 91 zum Einsatz; er wurde als Vertreter des Fahrzeugtyps DF in die Fahrzeugsammlung der BVG eingereiht. Nach Auflösung der Fahrzeugsammlung konnte die ATB den Wagen im Jahre 1993 erwerben. Während der Einsatzzeit war der Bus mit folgenden Werbungen versehen:
Da
die für das damalige BVG-Museum auf dem Betriebshof Britz vorgesehenen Fahrzeuge nur optisch aufgearbeitet worden waren, sind
auch bei diesem Wagen noch einige Investitionen nötig, um ihn langfristig
der Nachwelt zu erhalten.
Text: Frank Woschczytzky
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