Büssing DE 67

Im Gegensatz zur Vorserie wurden alle Fahrzeuge der Serie DE 67 von der Firma Gaubschat karossiert, Unterbau und Motoren kamen wieder von der Firma Büssing. Die Auslieferung dieser Serie erfolgte zwischen September 1967 und September 1968.

Konstruktiv unterschieden sich die Fahrzeuge kaum von denen der Vorserie, jedoch gab es auch hier einige Fahrzeuge, die Besonderheiten aufwiesen.

Zwischen März 1971 und Januar 1975 wurden die Wagen 1796 und 1797 zur Arbeitskräftewerbung für Berlin durch das westdeutsche Bundesgebiet geschickt und zu diesem Zweck im Innenraum umgestaltet. Aus diesem Grund erhielten sie auch, abweichend von den übrigen Fahrzeugen der Serie DE, zweimal eine Großreparatur, nämlich vor Beginn und nach Beendigung des Einsatzes zur Arbeitskräftewerbung.

Die Wagen 1808 bis 1815 waren, entsprechend einiger Wagen der Nachfolgeserie DE 68, probeweise mit dem neuen Motor mit Direkteinspritzung (U7D) ausgerüstet.

Im 4. Quartal des Jahres 1979 wurden die Wagen 1821, 1823, 1825 - 1838, 1840, 1841, 1843 - 1845 und 1847 - 1854 mit einer Webasto-Zusatzheizung ausgerüstet, die sich auf dem Boden hinter dem Fahrersitz befand.

Die Wagen 1842 und 1846 dagegen erhielten einen Heizschrank der Firma »Dreiha«, der, wie bei den nachfolgenden Serien DE 68 bis DE 74, im Frontbereich rechts vom Fahrerplatz angebracht war. Äußerliches Merkmal dieser zwei Wagen war das zusätzliche Lüftungsgitter statt des sonst üblichen BVG-Wappens auf der Fahrzeugfront.

Zum Einsatz als Schaffnerwagen wurden die Wagen 1853 und 1854 im Frühjahr 1972 analog zu den Fahrzeugen der Serie DE 68 ebenfalls mit einem umsteckbaren Zahltisch versehen.

Eine weitere Besonderheit der DE 67 war, daß über 28% der Fahrzeuge während ihrer Einsatzzeit zeitweise mit einer Popwerbung bemalt waren. Bei keiner weiteren Serie vom Typ DE wurden prozentual mehr Fahrzeuge mit Popwerbung versehen.

Die Ausmusterung dieser Serie begann im Oktober 1978 mit dem Wagen 1802 und war Ende November 1980 mit den Wagen 1827 und 1844 - 1848 beendet.

Mit den Wagen 1835 und 1854 befanden sich bisher zwei Fahrzeuge dieser Bauart im Besitz der Traditionsbus. Da der Zustand beider Wagen eine Aufarbeitung jedoch nicht rechtfertigte, dienten beide Fahrzeuge lediglich als Ersatzteilspender und wurden anschließend abgegeben.

Text: Christian Winck