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DB EK 87 (O402) Es liegen Beschreibungen vor zu folgenden Daimler Benz EK: Mercedes-Stadtlinien-Kleinbusse des Typs O 402 Die
Suche nach einem speziellen Fahrzeugtyp für Linien mit geringem Fahrgastaufkommen
oder beengten Straßenverhältnissen stellte Verkehrsbetriebe bis Mitte
der Achtzigerjahre oft vor große Probleme. Von 1968 an war aus dem Hause
Büssing noch eine verkürzte, 9,60 Meter lange Ausführung des Standard-I-Linienbusses
zu erhalten (Bezeichnung BS 100 V). Nach Übernahme durch MAN
im Jahre 1972 wurde aber dieses Marktsegment nicht weiter verfolgt. Auch
von Magirus-Deutz wurden unter der Bezeichnung Magirus 170 S 10 H
in den Jahren 1969 bzw.1971 für die Hamburger Hochbahn nochmals zwei Serien
von 9,60 Meter langen Standard-I-Bussen ausgeliefert.
Das sollte sich auch nicht ändern, als Anfang der Achtzigerjahre die zweite Generation von Stadtlinienbussen auf den Markt kam. Erster Anbieter eines verkürzten Standard-Linienbusses der zweiten Generation war nun die Firma Neoplan, die ihren Typ N 407 ab 1983 anbot.
Entgegen
der heute üblichen selbsttragenden Bauweise besitzt der O402 noch ein
komplettes Fahrgestell, welches von der Firma NAW (Nutzfahrzeuggesellschaft
Arbon und Wetzikon) in der Schweiz hergestellt wurde. Der Karosserieaufbau
stammt von der Firma Göppel in Augsburg. Lediglich die Fahrzeugtechnik
und die komplette Innenausstattung steuerte Daimler-Benz selbst bei. Daher
ist der Wagen im Erscheinungsbild und Komfort mit dem größeren O405 identisch,
auch findet das Fahrpersonal ein identisches Armaturenbrett sowie alle
technischen Aggregate an vertrauter Stelle vor. Vom Typ O402 wurden von 1985 bis 1989 bei Göppel insgesamt nur 60 Fahrzeuge karossiert. Hierbei war die BVG in Berlin mit 18 Fahrzeugen der größte Abnehmer. 37 Wagen gingen in meist nur kleinen Stückzahlen an verschiedene öffentliche Betriebe (zum Beispiel Stadtwerke Lübeck, VWS Siegen, KVG Hameln) oder an Privatfirmen innerhalb Deutschlands; die restlichen fünf Fahrzeuge wurden ins Ausland geliefert (zwei Busse an die ÖBB in Wien, ein Bus nach Kopenhagen und zwei weitere Busse zur PTT in die Schweiz). Mittlerweile hat sich der Bestand dieser Wagen stark dezimiert, so dass es schon einiges Glückes bedarf, noch einen Bus dieses Typs aufzuspüren. Kleinbusse bei der BVG Im Jahr 1958 beschaffte die BVG erstmals gesonderte Kleinbusse von der Firma Kässbohrer. Es kamen drei Busse des Typs Setra S6 zum Einsatz. 1963 folgte nochmals eine Lieferung von 12 Fahrzeugen des selben Typs. Als Ablösung dieser Wagen (Ausmusterungen bis Anfang 1973) bestellte die BVG 1972 sieben Busse der Bezeichnung 120 R 80 bei Magirus-Deutz. Im Jahr 1975 folgten nochmals zwei Nachzügler desselben Typs. Noch 1978 wurden weitere fünf Wagen des Typs Daimler-Benz O309 angeschafft, die die BVG-Bezeichnung E2F (Eindecker, 2 Achsen, Frontmotor) erhielten. Im Jahr 1987 mussten aber auch diese ersetzt werden. Bereits im Frühjahr 1986 begann sich die BVG über mögliche Neulieferungen zu informieren. Dazu kam im März probeweise ein Neoplan N 407-Kleinbus der Steinhuder-Meer-Bahn zur Ansicht nach Berlin. Dieser Wagen wurde jedoch auf dem Betriebshof Müllerstraße nur begutachtet und gelangte nicht in den Linieneinsatz. Anders verhielt es sich mit zwei weiteren Versuchsbussen im Sommer des Jahres 1986. In der zweiten Juliwoche (7. – 12. Juli 1986) verkehrte erstmals mit dem Wagen 760 der Kölner Verkehrsbetriebe ein Neoplan N 407 probeweise im Gatower und Kladower Einsatzgebiet (Berlin Spandau) auf den Linien 34E und 35E. In der ersten Augustwoche (4. – 10. August 1986) folgte dann ein blau-weißer Vorführwagen des Typs O402 von Daimler-Benz, der ebenfalls auf den Linien 34E und 35E getestet wurde. Der Einsatz dieses Wagentyps muss so erfolgreich gewesen sein, dass sich die BVG entschloss, 18 Fahrzeuge des O402 zu bestellen. Zwischen August und Dezember 1987 wurden die Wagen mit den Wagennummern 2401 – 2418 ausgeliefert und zugelassen. Sie wurden unter der Bezeichnung DB EK 87 bzw. SK 1 (Standard-Kleinbus) geführt. Die Wagen wurden bis zum Jahr 1990 auf den Linien 16, 34E, 35E, 82 und 93, solchen mit geringem Fahrgastaufkommen, eingesetzt. Nach dem Mauerfall waren diese Kleinbusse die ersten BVG-Eindecker, die im BVB-Bereich zum Einsatz kamen. Zunächst für den Betrieb auf der Linie "E" (Schmöckwitz - Rauchfangswerder) wurden im März 1991 die Wagen 2415 - 2418 vom Betriebshof Britz zum Betriebshof Treptow umgesetzt. Als weitere Einsatzorte folgten die Linie 37 (später 363) und die Linie 97 (später 396). Im Oktober 1991 war dann der größte Teil der Kleinbusse auf den östlichen Höfen Indira-Gandhi-Straße (2401 - 2407 und 2410) und Treptow (2411, 2413 - 2418) stationiert. Nach der Fusion von BVG und BVB am 1. Januar 1992 verblieben die Busse auf diesen Höfen. Hauptsächlich wurden sie in der Folgezeit auf den Linien 151, 168, 169 (als Pendelwagen zwischen Müggelheim und Gosen) und 251 sowie auf diversen Nachtlinien im Außenbereich Berlins eingesetzt.
Inzwischen sind alle Wagen dieses Typs auch bei der BVG ausgemustert und verkauft oder verschrottet worden. Zuletzt kamen diese Busse nur noch in Berlin-Buch auf den Linien 151 und 251 sowie im Bereich Karlshorst auf den Linien 294 und 296 zum Einsatz. Nachfolgend die Zulassungs- und Ausmusterungsdaten der Wagen 2401 bis 2418 mit deren Verbleib (Stand August 2002) :
Text: Michael Müller zuletzt aktualisiert 22.12.2009 | Ulf Bergmann
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