Büssing E2H
(Eindecker mit 2 Achsen und Heckmotor)

Es liegen weitere Beschreibungen vor zu den einzelnen Serien der Büssing E2H:
Bü E2H 71     Bü E2H 72     Bü E2H 73

Es liegen Beschreibungen vor zu folgenden Büssing E2H:
1957    2955    2984

Technische Daten Büssing E2H
 

Standard-Eindecker der ersten Generation bei der BVG

Im Laufe der Entwicklungszeit des Omnibusses bis 1966 wurden von den vier wichtigsten deutschen Omnibusherstellern Mercedes-Benz, Büssing, MAN und Magirus viele verschiedene Typen produziert, die – wollte man nicht typen- und herstellerrein fahren – eine sehr aufwändige und damit teure Ersatzteilhaltung für die Verkehrsunternehmen bedeuteten. Um eine gewisse Standardisierung unter den verschiedenen Baureihen der Hersteller zu erreichen, bildete der Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe (VÖV, heute Verband deutscher Verkehrsbetriebe VDV) unter der Federführung der Hamburger Hochbahn AG (HHA) den „Arbeitskreis Standard-Linienbus“. Ziele waren die preisgünstigere Großserienfertigung, rationellere Wartung, ein Standard-Arbeitsplatz für den Fahrer und die bereits erwähnte vereinfachte Ersatzteilhaltung. Die Einstiegs- und Fußbodenhöhe wurden genau so festgelegt wie Länge, Breite und Höhe des Aufbaus, die Größe und der Abstand der Verglasung untereinander sowie der Sitzabstand und die Anordnung der Sitze.

1967 wurden bereits die ersten Prototypen von Daimler Benz (O 305), Magirus (150 S 11 N) und Büssing (Präfekt 13 VÖV) vorgestellt, denen 1968 die leicht überarbeiteten Serienfahrzeuge folgten (Büssing änderte die Bezeichnung noch auf Präfekt 13 Standard). MAN stellte seinen Prototyp erst auf der IAA 1969 vor, bemerkenswerter Weise in zwei Ausführungen: mit der „neuen“ horizontal gebogenen VÖV-Standard-Frontscheibe und mit der Front des Standard-Überlandbusses (StÜLB) mit herkömmlichen Frontscheiben. Der Serienanlauf begann bald darauf mit dem Typ 750 HO-SL mit der VÖV-üblichen Stadtfront, die Überland-Front war ab 1972 lieferbar.

Bereits 1971 zeichnete sich eine Übernahme der Firma Büssing durch MAN ab, was sich schon im selben Jahr durch stückweise Übernahme der MAN-Karosserie für Büssing-Fahrzeuge zeigte. Somit steckte in diesen Fahrzeugen nur ein geringer Anteil an Büssing-Technik, so dass die Nennung dieses Herstellers eher der langen Geschäftsbeziehung zur BVG geschuldet sein dürfte.

Text: Björn Draegert

zuletzt aktualisiert 1.3.2011 | Ulf Bergmann